Am 12. März 2013 verstarb die international bekannte russische Sprachforscherin Frau Prof. Dr. Aleksandra Vasil'evna Superanskaja im 84. Lebensjahr in Moskau. Über Jahrzehnte war sie die führende Repräsentantin der russischen Onomastik in Zentralrussland.

Von Haus aus Anglistin wirkte sie ihr Leben lang an der Russischen Akademie der Wissenschaften, geprägt von hervorragenden Linguisten wie Sergej Ožegov und Aleksandr Reformatskij. Nach ihrer Promotion zur Problematik der Transliteration von Eigennamen habilitierte sie sich mit ihren renommierten Studien zur Theorie des Eigennamens. Ein halbes Jahrhundert hat sie mit zahlreichen Monographien und  Aufsätzen zu den verschiedensten Bereichen der russischen Namenforschung, insbesondere zu Personennamen sowie zur Namentheorie, die Wissenschaft bereichert. In den 1990er Jahren kooperierte sie erneut intensiv mit der Onomastik in Leipzig.
Eine Würdigung des Lebenswerkes von Aleksandra Superanskaja anlässlich ihres 80. Geburtstages wurde durch Natalija Vasil'eva in den Namenkundlichen Informationen (Jahrgang 95/96, 2009, S. 397f.) publiziert.

Besondere Bekanntheit erlangte Superanskaja mit ihrer Habilschrift: Obščaja teorija imeni sobstvennogo [Allgemeine Theorie des Eigennamens]. Izdatel’stvo „Nauka“ Moskva 1973, 366 S.