Ute Utech: Rufname und soziale Herkunft. Studien zur schichtenspezifischen Vornamenvergabe in Deutschland (= Germanistische Linguistik. Monographien 25), Hildesheim-Zürich-New York: Georg Olms Verlag 2011, XXX, 303 S., 1 CD-ROM. ISBN: 978-3-487-14575-4, Preis: EUR 48,00 (DE), EUR 49,40 (AT).

Rezensiert von Rosa Kohlheim, Bayreuth

Es ist zu begrüßen, dass Ute Utech in der vorliegenden Monographie, die aus einer von Damaris Nübling betreuten Dissertation hervorgegangen ist, die schichtenspezifische Vornamenvergabe in Deutschland zu Beginn des 21. Jahrhunderts untersucht, zumal die bisherigen Arbeiten zu diesem Thema bereits einige Jahre zurückliegen und nur einzelne Orte bzw. kleinere Gebiete behandelten (Anm. 1).

In der „Einführung“ (S. 1–6) wird zuerst kurz auf „Eigennamen und Namengebung“ (S. 1–3) eingegangen. Zu diesem Abschnitt wäre manches anzumerken: Der Satz „Der Namengebungsakt bzw. die Eigennamenwahl spielen im Region (sic!) der Bezeichnungsfunktion eine sehr große Rolle“ (S. 1) ist unverständlich. Die Aussage, der Personenname kennzeichne den einzelnen Menschen (S. 1), ist unzutreffend: er identifiziert und individualisiert ihn. Bei Leon, Felix, Anna, Lena usw. kann von einer „Kennzeichnung“ der Namenträger nicht die Rede sein. Das von W. Seibicke aus dem HSK-Band „Sprachgeschichte“ ohne nähere Erläuterung übernommene Schema zur Struktur des heutigen Gesamtnamens (S. 2) ist inzwischen veraltet. Eine sinnvoll erweiterte Version dieses Schemas hat W. Seibicke in einer späteren, von der Verfasserin nicht berücksichtigten Publikation vorgelegt. (Anm. 2) Ein „Überblick über die Kriterien für die Rufnamenvergabe“ (S. 3f.) und ein sehr knapper Abschnitt über soziale Einflüsse auf die Rufnamenwahl (S. 4–6) beschließen das erste Kapitel.

Gegenstand des zweiten Kapitels (S. 7–18) ist ein Überblick über die schichtenspezifische Rufnamengebung in Deutschland von der althochdeutschen Zeit bis zum ausgehenden 19. Jahrhundert. Insgesamt hätten sich die Ausführungen gezielter auf die sozioonomastisch relevanten Erkenntnisse konzentrieren müssen. Es verwundert sehr, dass die Verfasserin Die deutschen Personennamen von A. Bach nach der ersten Auflage von 1943 zitiert. Vereinzelt werden in diesem Kapitel Untersuchungsergebnisse ungenau wiedergegeben. Es trifft z. B. nicht zu, dass H. Löffler in seiner Untersuchung der älteren St. Galler Urkunden „keine ständischen Unterschiede“ hinsichtlich der Familientradition in der Namengebung findet (S. 9). H. Löffler stellt zwar fest, dass die „Namenbindung durch gleiche Namenglieder […] bei Donatoren und Hörigen zwischen Eltern und Kindern in gleichem Maße“ vorkommt, doch ist die „Vererbung des ganzen Namens von Eltern auf Kinder und Großeltern auf Enkel […] nur für die Donatoren belegt“. (Anm. 3) Die Zusammenfassung von V. Kohlheims Artikel zur Diffusion der Heiligennamen in Regensburg ist widersprüchlich: Zuerst wird richtig referiert, dass das Regensburger Patriziat die Heiligennamen schneller als die mittlere und untere Schicht übernimmt, doch anschließend wird unzutreffenderweise behauptet, dass „das Motiv der Heiligenverehrung (!) bzw. -nachbenennung in allen Gesellschaftsschichten in nahezu gleichmäßiger Verteilung zu finden“ sei (S. 13). (Anm. 4) Die Behandlung der „Doppel-Rufnamen“ im Abschnitt über das Mittelalter (S. 11f.) hätte unterbleiben können; einerseits spielten solche Namen damals kaum eine Rolle, andererseits werden sie im nächsten Abschnitt (S. 14f.) noch einmal behandelt. Die am Schluss des zweiten Kapitels unter Verweis auf A. Bach erwähnten italianisierten Bühnennamen deutscher Schausteller und Sänger/innen des 19. Jahrhunderts sowie die Landsknechtsnamen des 16. Jahrhunderts vom Typ Schlaginhaufen (S. 18), also Pseudonyme bzw. Bei-/Familiennamen, gehören nicht in eine zusammenfassende Darstellung der schichtenspezifischen Rufnamenvergabe vom frühen Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert. Ferner finden sich in diesem Kapitel einige unglückliche Formulierungen: Der mittelalterliche Adel wird als „die Obrigkeit“ (S. 7), Friedrich und Konrad werden als „Vornamen der Dynastie“ bezeichnet (S. 10), „das Rufnameninventar der deutschen Geschichte“ (S. 7) ist wohl als „die Entwicklung des Rufnameninventars im Verlauf der deutschen Geschichte“ zu interpretieren. Schließlich „wirft“ A. Bach „auch einen Blick auf die Geschlechtsspezifik in der Namenwahl“ und „entdeckt“ (!) dabei, „dass männliche und weibliche Vornamen durch die Verwendung unterschiedlicher Zweitglieder gekennzeichnet wurden“ (S. 7f.).

Im dritten Kapitel (S. 19–33) wird die „Problematik der sozialen Schichtung: Möglichkeiten und Grenzen deren schematischer Abbildung“ treffend und übersichtlich skizziert. Die Verfasserin erläutert vor allem das sog. „Haus-Modell“ von R. Dahrendorf, (Anm. 5) das in erweiterter Form von F. Debus und seinen Schülern verwendet wurde, das Modell von H. Moore / G. Kleining in Form einer Doppelpyramide, (Anm. 6) das in vereinfachter Form der Untersuchung von K. S. Shin zugrunde liegt, sowie die Gesellschaftsmodelle von R. Geißler, (Anm. 7) die wohl aufgrund ihrer Komplexität bislang noch keinen Eingang in die sozioonomastische Forschung gefunden haben.

Im vierten Kapitel („Schichtenspezifische Vornamenvergabe im 20. Jahrhundert“, S. 36–58) fasst U. Utech die wichtigsten Ergebnisse der einschlägigen Arbeiten zusammen. Hierbei kommen manche charakteristische Züge der Vornamengebung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zur Sprache, etwa das stärkere Festhalten an dem Motiv der Nachbenennung in den oberen Schichten, das auch zum häufigeren Vorkommen von zwei oder mehreren Vornamen in diesen Schichten beiträgt. Hier hätte auch die Untersuchung von Regina Schrimpf über Vornamengebung in Braunschweig 1871–1945 (Bielefeld 2002), die auch sozioonomastische Aspekte berücksichtigt, einbezogen werden können.

Das fünfte Kapitel (S. 59–248) ist der Hauptteil der vorliegenden Studie. Sie basiert auf einem umfangreichen Datenmaterial (53.568 anonymisierte Datensätzen vorwiegend aus dem Jahr 2004), das von Standesämtern in 29 deutschen Städten zur Verfügung gestellt wurde. Das Hauptkorpus stellen die Namen von 50.190 Neugeborenen dar, deren Eltern deutsche Staatsangehörige sind. Die Datensätze aus Heidelberg und Wilhelmshaven (3.378 Kinder), bei denen keine Filterung der elterlichen Nationalität möglich war, wurden getrennt analysiert. Die Datensätze enthalten den/die Vornamen des Kindes, den Beruf der Eltern und ggf. deren akademischen Grad bzw. Adelstitel. Die Zuweisung der Eltern zu einer sozialen Schicht erfolgte in Anlehnung an die von K. S. Shin verwendete Vereinfachung des Schichtenmodells von H. Moore / G. Kleining. Der Oberschicht (Schicht 1) wurden adlige Eltern sowie solche, die einen Prestigeberuf (Professor/in, Richter/in am Bundesgerichtshof) ausübten oder hohe Regierungsämter (Minister/in) innehatten, zugeordnet. Der oberen Mittelschicht (Schicht 2) wurden Eltern mit Hochschulabschluss zugerechnet, der unteren Mittelschicht (Schicht 3) Eltern mit Fach- oder Fachschulausbildung (Handwerksmeister/in, Techniker/in, Bürokaufmann/-frau, Krankenschwester/-pfleger), der Unterschicht (Schicht 4) Eltern mit einfacher Berufsausbildung sowie solche, die keinen Beruf hatten oder arbeitslos waren (S. 67).

Der prozentuale Anteil der Jungen und Mädchen am untersuchten Namenmaterial ist mit 51% bzw. 49% ausgeglichen. Große Unterschiede zeigt jedoch die Verteilung der Kinder auf die einzelnen Schichten: die Oberschicht zählt 100 Kinder (= 0,19%), die obere Mittelschicht 18.993 Kinder (= 35,34%), die untere Mittelschicht 30.377 Kinder (= 56,71%) und die Unterschicht 4.158 Kinder (= 7,76%). Die Oberschicht ist hierbei stark unterrepräsentiert. Ihr namengeberisches Verhalten kann daher nur als Tendenz gewertet werden, was nicht immer, z. B. in der Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse (S. 249–263), ausdrücklich vermerkt wird.

Das Untersuchungsgebiet wurde in vier Regionen aufgeteilt: die Region Nord mit den Daten aus Bad Segeberg, Bremerhaven, Flensburg, Hamburg (Altona) und Rostock, die Region Ost mit den Daten aus Berlin (Mitte), Chemnitz, Jena, Leipzig, Magdeburg und Weimar, die Region Süd mit den Daten aus Augsburg, Baden-Baden, Nürnberg, Passau, Pirmasens, Regensburg, Stuttgart und Ulm, die Region West mit den Daten aus Aachen, Bonn, Dortmund, Göttingen, Koblenz, Köln, Münster und Saarbrücken (S. 63).

Hauptziel der vorliegenden Studie ist die Beantwortung der Fragen, inwieweit es gegenwärtig schichtenspezifische Unterschiede in der Vornamengebung gibt, inwieweit heute noch regionale Besonderheiten der Vornamenwahl festgestellt werden können (S. 59). Untersucht werden die Größe des Rufnameninventars (S. 75–86), die beliebtesten Rufnamen (S. 87–121), die Bindestrich-Rufnamen (S. 121–131), die Bindestrich-Vornamen (S. 131–139), die Mehrnamigkeit (S. 139–157) sowie die formale Struktur des Rufnamens: Vokale, Konsonanten, Silben, Auslaut (S. 157–248). In die Analyse werden jeweils die Parameter Schichtenspezifik, Geschlechtsspezifik und Regionalität einbezogen. Es ist besonders hervorzuheben, dass die einzelnen Ergebnisse in Form von zahlreichen Tabellen sowie Säulen- und Tortendiagrammen sehr übersichtlich vorgelegt werden. Zudem erlaubt die beigefügte CD-ROM jederzeit Einblick in das gesamte Namenmaterial und dessen Bearbeitung.

Die Untersuchung der Größe des Rufnameninventars zeigt, dass – im Unterschied zu den Ergebnissen von K. S. Shin – nun die Schicht 4 in allen Regionen eine größere Namenvielfalt aufweist als die Schichten 2 und 3. Anders als früher strebt die Unterschicht nicht mehr danach, die Namengebung der Oberschicht zu imitieren, sondern ihre soziale Stellung durch die Vergabe ungewöhnlicher Vornamen (Diamond, Precious) und die Verwendung seltener grafischer Varianten (Janic, Chantalle) aufzuwerten. Zur Erweiterung des unterschichtlichen Vornameninventars hat auch dazu beigetragen, dass viele Angehörige der Unterschicht einen Migrationshintergrund haben und ihre traditionellen Vornamen (Ahmet, Serkan, Betül, Elif) weiterhin vergeben (S. 86). In der Regel ist das weibliche Vornameninventar größer als das männliche (S. 85).Wenn in der Region Nord eine größere Namenvielfalt zu beobachten ist als im Süden oder Westen, so hängt dies damit zusammen, dass das Inventar niederdeutsche und nordische Vornamen (Fiete, Frithjof, Jarne, Beeke) enthält, die in den anderen Regionen kaum vergeben werden (S. 76).

Aus der Analyse der beliebtesten Vornamen geht hervor, dass zu Beginn des 21. Jahrhunderts die Konzentration der Namenwahl auf eine enge Spitzengruppe niedriger ist als in früheren Zeiten: Die zehn häufigsten Vornamen werden von nur 16,6% der Jungen und 14,9% der Mädchen getragen (S. 89f.). Die Anzahl der nur einmal vergebenen Vornamen (Types) ist sehr hoch: Von 2.842 Jungennamen sind es 1.811 Namen, von 3.399 Mädchennamen 2.106 Namen (S. 88). Die tabellarische Zusammenstellung der beliebtesten Vornamen in Deutschland ohne bzw. mit Berücksichtigung der sozialen Schicht (Tabelle 10 bzw. 11 und 12) lässt durchaus schichtenspezifische Vornamenpräferenzen erkennen. Leon, der gesamtdeutsche Spitzenreiter, belegt diese Position nur in der unteren Mittelschicht und in der Unterschicht, in der oberen Mittelschicht ist er jedoch nicht unter den Top Ten vertreten. Paul, der Lieblingsname der oberen Mittelschicht, nimmt in der unteren Mittelschicht nur die siebente Stelle in der Häufigkeitsrangfolge ein, in der unteren Schicht gehört er nicht zu den zehn häufigsten Vornamen. Kevin, Rang 4 in der Unterschicht, gehört nicht zu den Spitzenreitern der anderen Schichten. Die weibliche Spitzengruppe der oberen Mittelschicht enthält traditionelle Namen wie Emma, Johanna oder Paula, die in den darunter liegenden Schichten fehlen. Umgekehrt zählen Celine, Michelle, Vanessa, Celina, Selina ausschließlich in der Unterschicht zu den Spitzenreitern. Allerdings ist die Angabe von absoluten Zahlen in den Beliebtheitstabellen insofern ungünstig, als der Leser so schwer nachvollziehen kann, in welchem Verhältnis die genannten Zahlen zur Gesamtzahl der Angehörigen der jeweiligen Schicht stehen. Die regionalen Hitlisten enthalten vorwiegend solche Namen, die gesamtdeutsch zu den Favoriten zählen, es zeigen sich aber regionale Unterschiede in der Häufigkeitsrangfolge der einzelnen Vornamen (S. 259).

Ein „Bindestrich-Rufname“ ist nach U. Utech ein „Vorname mit Bindestrich, der in der Geburtsurkunde an erster Stelle des Namens aufgeführt ist und als Rufname fungiert, z. B. Ann-Kathrin Lilian, während ein Bindestrich-Vorname ein Vorname mit Bindestrich ist, der an zweiter oder dritter Stelle erscheint, z. B. Norbert Hans Klaus-Günther (S. 121f.). Der prozentuale Anteil der Bindestrich-Rufnamen und Bindestrich-Vornamen am untersuchten Namenmaterial ist sehr niedrig: 3,3% bzw. 0,2%. Gegenüber der Untersuchung von K. S. Shin, die deutlich mehr Bindestrich-Rufnamen in der oberen Mittelschicht ermittelte, kann U. Utech „eine kontinuierliche Steigerung der Werte von oben nach unten“ feststellen (S. 122), wobei „Mädchen in der Regel häufiger Bindestrich-Rufnamen bekommen als Jungen“ (S. 130). In Schicht 2 treten eher geläufige Namenkombinationen (Anna-Lena, Jan-Hendrik) auf, hingegen finden sich in Schicht 4 ausgefallene Bindestrich-Namen wie Shawn-Paul und Noah-Younes bzw. Grace-Chantal, Li-An und Sissi-Christin (S. 126). Da insgesamt nur 107 Kinder einen Bindestrich-Vornamen tragen (S. 131), lässt die statistische Auswertung (Tab. 34, Abb. 29–34), keine systematische Verteilung auf die einzelnen Schichten und Geschlechter erkennen (S. 260).

Hinsichtlich der Mehrnamigkeit, d. h. der Vornamenanzahl pro Kind, stehen die Ergebnisse der vorliegenden Studie im Einklang mit denen der bisherigen sozioonomastischen Arbeiten: „Je höher die soziale Stellung der Eltern, desto mehr Vornamen erhält das Kind“ (S. 156). Die meisten Kinder (ca. 90%) erhalten allerdings nur einen oder zwei Vornamen (S. 252).

Sehr ausführlich wird die formale Struktur des gegenwärtigen Vornameninventars untersucht. Die Verfasserin kann die Ergebnisse von S. Oelkers (Anm. 8) zur phonologischen Kodierung von Geschlecht, bei der Vokalreichtum eher bei Mädchennamen, Konsonantenreichtum eher bei Jungennamen auftritt, bestätigen (S. 257). Übereinstimmend mit den Ergebnissen von R. Frank, K. S. Shin und S. Oelkers stellt U. Utech fest, dass Mädchen sowohl regional als auch schichtenübergreifend längere Vornamen erhalten als Jungen (S. 258). In allen Schichten und Regionen ist die Anzahl der Vornamen mit vokalischem Auslaut bei Mädchen sehr viel höher als bei Jungen. Allerdings nimmt in der Regel der prozentuale Anteil der Mädchen mit vokalischem Vornamenauslaut von oben nach unten ab, bei den Jungen hingegen nimmt er von oben nach unten leicht zu, was auf eine mögliche Korrelation zwischen Schichtzugehörigkeit und der Art des Vornamenauslauts hindeuten kann (S. 248).

Eine detaillierte und übersichtliche Zusammenfassung der Ergebnisse (S. 249–263), ein Anhang mit Zahlenmaterial zu verschiedenen Kapiteln (S. 265–298) sowie ein kurzes Literaturverzeichnis (S. 299–303) beschließen die Arbeit.

Es ist der Verfasserin durch die Analyse einer breiten Materialbasis gelungen, eine begründete Antwort auf die eingangs gestellten Fragen vorzulegen: Zu Beginn des 21. Jahrhunderts spielen schichtenspezifische Faktoren noch eine wichtige Rolle bei der Vornamenvergabe, hingegen sind regionale Besonderheiten nur schwach ausgeprägt. Es wäre interessant, zu einem späteren Zeitpunkt – anhand eines vergleichbaren Namenmaterials – zu untersuchen, ob manche Vornamenfavoriten der oberen Schichten heute noch mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung von den unteren Schichten aufgegriffen werden, zumal dieser Aspekt in der vorliegenden Studie nicht behandelt werden konnte.

Anmerkungen

(1) Etwa Debus, Friedhelm (1973): Namengebung und soziale Schicht, Bericht über ein Projekt zur Personennamenkunde, in: Naamkunde 5, S. 368–405; Frank, Rainer (1977): Zur Frage einer schichtenspezifischen Personennamengebung. Namenkundliche Sammlung, Analyse und Motivuntersuchung über den Kreis und die Stadt Bad Segeberg, Neumünster; Shin, Kwang Sook (1980): Schichtenspezifische Faktoren der Vornamengebung. Empirische Untersuchung der 1961 und 1976 in Heidelberg vergebenen Vornamen, Frankfurt/Main; J. Gerhards, Jürgen (2003): Die Moderne und ihre Vornamen. Eine Einladung in die Kultursoziologie, Wiesbaden.

(2) Siehe Seibicke, Wilfried (2008): Die Personennamen im Deutschen, 2. Aufl., Berlin-New York, S. 9f.

(3) Löffler, Heinrich (1969): Die Hörigennamen in den älteren St. Galler Urkunden. Versuch einer sozialen Differenzierung althochdeutscher Personennamen, in: BzN N. F. 4, S. 192–211; auch in: Steger, Hugo (Hg.) (1977): Probleme der Namenforschung im deutschsprachigen Raum, Darmstadt, S. 475–497, hier 492.

(4) Kohlheim, Volker (1977): Zur Erforschung der Diffusion onomastischer Innovationen, in: BzN N. F. 12, S. 1–34.

(5) Dahrendorf, Ralf (1972): Gesellschaft und Demokratie in Deutschland, 2. Aufl., München.

(6) Moore, Harriett / Kleining, Gerhard (1960): Das soziale Selbstbild der Gesellschaftsschichten in Deutschland, in: Kölner Zeitschrift für Soziologie, Heft 12, S. 86–119.

(7) Geißler, Rainer (1996): Die Sozialstruktur Deutschlands, 2. Aufl., Opladen.

(8) Oelkers, Susanne (2003): Naming Gender. Empirische Untersuchung zur phonologischen Struktur von Vornamen in Deutschland, Frankfurt am Main.

Empfohlene Zitierweise

Rosa Kohlheim: [Rezension zu] Ute Utech, Rufname und soziale Herkunft, Heidelberg u.a. 2011, in: Onomastikblog [20.05.2013], URL: http://www.onomastikblog.de/artikel/ni-rezensionen/rez-rn-und-soziale-herkunft/

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