Namen und ihre Geheimnisse in Erzählwerken der Moderne. Über die Rolle von Namen in der Literatur, von Richard Brütting

Das menschliche Zusammenleben ist geprägt vom Gebrauch der Namen. So können Spottnamen eine tiefe Kränkung auslösen, Kosenamen dagegen werden als Zärtlichkeit empfunden. In Religion, Mythos, Märchen, Gesetzgebung, Werbung sowie im Alltag zeigen sich die vielfältigen Funktionen von Namen. Auch in der Literatur spielen sie eine herausragende Rolle.

Titelcover

Die Deutung der Namen literarischer Werke gewinnt immer mehr Bedeutung, sei es bei der privaten Lektüre oder in der Literaturwissenschaft. Oft ist in den Namen der Sinngehalt literarischer Texte gewissermaßen konzentriert, wie es beispielhaft in den Werken von Gustave Flaubert, Thomas Mann, Giuseppe Tomasi di Lampedusa, Cristina Guarducci, Luigi Malerba und Sibylle Lewitscharo gezeigt werden kann.

Anhand ausgewählter Werke dieser Autoren demonstriert Brütting in seinem Buch den hohen Stellenwert literarischer Namen, indem er Namen wie Clawdia Chauchat, Torre di Venere, Yonville, Bendicò, Nemo und Montgomery Cassini-Stahl entschlüsselt und kontextuell einordnet. Er liefert mit seiner Analyse einen facettenreichen Beitrag zur literarischen Onomastik.

Das Buch erschien vor Kurzem im Baar-Verlag.