Mit knapp 60 Besuchern war die Podiumsdiskussion aus Anlass des Jubiläums der Namenberatungsstelle an der Universität Leipzig durchaus ein Erfolg. Die sechs Referenten boten ein recht buntes Bild der Problematik „Namenforschung und Medien“ (angekündigt am 18.07.2014).

Neben der Vorführung praktischer Beispiele und allgemeiner Erörterungen wurden eine ganze Reihe von grundsätzlichen Problemen angesprochen. Die am häufigsten wiederkehrenden Topoi waren „Gratwanderung“ und auch Spagat. Damit ist das Dilemma angesprochen, doch gibt es zahlreiche Stichworte, über die konkret nachgedacht werden sollte, wie etwa „nichts geht mehr ohne Medien“, „Popularisierung vs Öffentlichkeitsarbeit“, „Facebook: ja oder nein?“, „Laie versus Vorwissen“, „Sprachberatung = Lebensberatung“, „Diskussion in der community und/oder mit dem allgemeinen Publikum“, „es profitieren beide Seiten“ oder auch „warum ist Namenforschung so beliebt?“. Leider blieb keine Zeit für eine ausführliche Diskussion zwischen den Referenten und vor allem dem Publikum mit den anwesenden Vertretern der Namenforschung. Doch wurde der Anstoß gegeben. Wir hoffen, das eine oder andere „statement“ im Blog wiedergeben und damit die Reaktion des Publikums und eine wirkliche Diskussion des so wichtigen Themas in Gang bringen zu können. Diese betrifft letztlich die Problematik Wissenschaft und Öffentlichkeit allgemein; an den Namen, die ja alle direkt angehen, lässt sich das besonders schön demonstrieren und diskutieren. Wir erhoffen uns daher bei allen: den „Bloggern“, den Medien und den Forschenden ein lebhaftes Echo auf diese Möglichkeit der Diskussion!