Der Workshop fällt aus bzw. wird zu einem späteren Termin angeboten!

Am 27.1.2016 laden die Deutsche Gesellschaft für Namenforschung e.V. (GfN) und das Namenkundliche Zentrum zum 2. Workshop zur Namenforschung an der Leipziger Universität im laufenden Wintersemester ein. Als Gast spricht Frau Dr. Inga Siegfried, Universität Basel.

Einführung in den Workshop (Text von Inga Siegfried)

Im Workshop werden wir uns mit theoretischen, pragma- und soziolinguistischen Aspekten der Ortsnamengebung und des Ortsnamengebrauchs beschäftigen. Leiten wird uns die Frage, wie und warum auf Orte bezogene Eigennamen funktionieren und welche kommunikativen Prozesse die Entstehung und Etablierung von Toponymen begleiten.

Anhand von historischen Quellen und aktuellen Audioaufnahmen von Vermessungsgesprächen werden wir analysieren, welche sprachlichen und außersprachlichen Faktoren in der Einigung auf einen räumlichen Ausschnitt und eine von der Gemeinschaft getragene Namenform diskutiert werden und gewinnen auf diese Weise einen tieferen Einblick in die Funktion von Ortsnamen in der Konstruktion von Orten.

Dr. Inga Siegfried
Zur Person

Die Referentin, Frau Dr. Inga Siegfried, ist als Co-Leiterin (50%) im Teilprojekt Namenbuch des Kantons Basel-Stadt im SNF-Forschungsprojekt Namenbuch der Nordwestschweiz und als Lehrbeauftragte am Deutschen Seminar der Universität Basel (2012 – Projektabschluss 9/2016) tätig.

Außerdem ist sie Senior Fellow (50%) am Center for the Study of Language and Society am Walter Benjamin Kolleg Bern (HS 2015).

Bisherige Anstellungen

– 2006–2012 wissenschaftliche Assistentin/Postdoktorandin an der Forschungsstelle für Namenkunde des Instituts für Germanistik, Universität Bern; Arbeit als Redaktorin beim Ortsnamenbuch des Kantons Bern (ab Teilband I/3ff.)

Wissenschaftliche Ausbildung

– seit 2013 Arbeit an der Habilitation (Betreuung Prof. Dr. Annelies Häcki Buhofer, Universität Basel), Thema: Person und Ort. Die kommunikative und soziale Funktion von Eigennamen.

– 2005 Abschluss: Promotion (Dr. phil.) „Historische Sprachbewusstseinsanalyse. Eine exemplarische Untersuchung der deutschen Grammatikographie des 16. Jahrhunderts“, Gutachter: Prof. Dr. Wilhelm Schellenberg, Prof. Dr. Mechthild Habermann

– 2000–2004 Promotionsstudium in Sprachwissenschaft an der Philosophischen Fakultät der Universität Erfurt; davor Studium der Germanistik und Geschichte an den Universitäten Bamberg und Erfurt.

Mitglieder der GfN und Interessenten sind herzlich willkommen.

Dr. Inga Siegfried
Was geschieht, wenn ein Ort einen Namen bekommt (und behält)?
Die soziale und kommunikative Konstruktion von Orten in Toponymen

Mittwoch, den 27.1.2016, 13.00–15.00 Uhr
Universität Leipzig, Seminargebäude, Raum S 126