Nicht nur die Ergebnisse onymischer Benennungsvorgänge – Namen – an sich, sondern auch Benennungsvorgänge selbst, damit zusammenhängende Praktiken und Situationen sowie daran Beteiligte sind onomastisch relevant. Seien es

  • onomasiologische oder psychologische Benennungsbedürfnisse (Letztere etwa bei experimentierenden Kindern, bei Liebenden oder Spottenden),
  • Motive bei der Namenwahl (inkl. deren Diskursivierungen),
  • metaonymische Regelungen (in die neben sprachlichem und linguistischem Wissen etwa auch juridisches, historisches oder geografisches einfließt) wie Vorgaben zur Benennung von Verkehrsflächen oder im Markenrecht oder Umbenennungen (etwa von Menschen, Siedlungen oder Produkten),
  • oder aber formelle/informelle Rahmen für Namenwechsel (etwa von Personen oder Gegenständen) –

Das Handeln rund um die Konstruktion "Namen – Namenträger*in" stellen wir, die Romanistinnen Marietta Calderón & Sandra Herling, ins Zentrum dieses VERBAL-Workshops; wir freuen uns auf Beiträge zu unterschiedlichen Sprachen und Themen. Eine Publikation geeigneter Beiträge auf Deutsch in einer Nummer der ÖNf (Österreichische Namenforschung ist, sofern die Beiträger*innen dies wünschen, geplant.

Namen, Beitragstitel und Abstracts (mit bis zu 300 Wörtern) bitte bis 31. Juli 2018 an herling@romanistik.uni-siegen.de oder marietta.calderon@sbg.ac.at – Anfang August werden wir Rückmeldung darüber geben, ob der Beitrag in unseren Workshop aufgenommen wurde, sowie ggf. weitere Details zur Anmeldung.