Am 27.4.2016 laden die Deutsche Gesellschaft für Namenforschung e.V. (GfN) und das Namenkundliche Zentrum zum 1. Workshop zur Namenforschung an der Leipziger Universität im laufenden Sommersemester ein. Es spricht Frau Gabriele Rodríguez, Mitarbeiterin an der Namenberatungsstelle Leipzig.

 

Einführung in den Workshop (Text von Gabriele Rodríguez):

Laut Statistischem Bundesamt lebten 2014 in Deutschland 16,5 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund und davon fast 8,2 Millionen Menschen mit ausschließlich ausländischer Staatsangehörigkeit. Die Zuwanderung von Menschen aus anderen Ländern und Kontinenten hat die soziale Struktur in Deutschland verändert. Eine ethnische, sprachliche, kulturelle, religiöse und auch onomastische Vielfalt gehört heute in Deutschland zum Alltag. Mit den neuen Kulturen kamen und kommen neue Vor- und Familiennamen sowie fremde Namensysteme nach Deutschland, von denen einige vorgestellt werden. Neue Namen und Namensysteme bringen auch Probleme mit sich. Wie sehen die Lösungen aus. Haben die neuen Namen Einfluss auf das deutsche Namensystem. Diese und ähnliche Fragen werden im Workshop aufgegriffen.

Zur Person:

Die Referentin studierte von 1979 bis 1984 Slavische Philologie und Pädagogik in Kasan, Russland. Ihre Diplomarbeit verfasste sie zum Thema "Das wortbildende Verbalpräfix za- im Russischen". In den Jahren 1984 bis 1992 war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Sektion Fremdsprachen der Universität Leipzig tätig. Außerdem nahm Gabriele Rodríguez von 1990 bis 1995 noch ein Romanistikstudium an der Universität Leipzig auf. In den Jahren 1992 bis 1994 war sie außerdem als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Zentralstelle für Genealogie in Leipzig tätig. Seit 1994 wirkt sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Abteilung für Deutsch-Slavische Namenforschung am Institut für Slavistik der Universität Leipzig und baute dort die Namenberatungsstelle mit auf. 

Gabriele Rodríguez: Fremde Namen in Deutschland. Mittwoch, den 27.4.2016, 13.00–15.00 Uhr, Universität Leipzig, Seminargebäude, Raum S 126.